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Springer

FLEXIBEL BEGLEITEN

Bedeutung des Funktionsbereichs

Der Funktionsbereich Springer nimmt im pädagogischen Alltag eine wichtige Rolle ein und trägt wesentlich zu einem gut strukturierten und sicheren Tagesablauf bei. Die pädagogische Fachkraft begleitet die Kinder beim An- und Ausziehen und unterstützt sie dabei, zunehmend selbstständig zu handeln. Sie hilft den Kindern bei der Entscheidungsfindung für einen passenden Funktionsraum und begleitet sie auf ihrem Weg dorthin. Darüber hinaus übernimmt sie die Begleitung der Kinder zur Toilette, zum Bus sowie zum Mittagessen und sorgt dafür, dass Übergänge ruhig und verlässlich gestaltet werden. Auch pflegerische Aufgaben wie das Wickeln gehören zu diesem Aufgabenbereich. Gleichzeitig entlastet der Springer- bzw. Flurdienst das Team, indem er Kolleginnen und Kollegen bei Bedarf ablöst und so einen reibungslosen Ablauf im Tagesgeschehen ermöglicht. Besonders am Morgen ist die Fachkraft eine wichtige Ansprechperson für die ankommenden Kinder. Sie begrüßt sie, begleitet sie beim Ankommen und schafft durch Spielinseln und Angebote im Flurbereich eine angenehme Atmosphäre, die den Kindern einen sanften Einstieg in den Kita-Alltag ermöglicht. Somit verbindet der Funktionsbereich organisatorische, pflegerische und pädagogische Aufgaben und leistet einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden, zur Orientierung und zur Selbstständigkeitsentwicklung der Kinder.

Die Stärkung der Selbstständigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit und unterstützt die Kinder dabei, zunehmend Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Im Bereich des An- und Ausziehens werden die Kinder darin begleitet, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, eigene Entscheidungen zu treffen und alltägliche Handlungen immer selbstständiger auszuführen. Dabei erhalten sie die notwendige Unterstützung, um Sicherheit im Umgang mit ihrer Kleidung zu gewinnen und ein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen des eigenen Körpergefühls. Die Kinder werden dabei unterstützt, ihre Körpersignale wahrzunehmen und zu erkennen, wann sie beispielsweise zur Toilette gehen müssen. Durch eine wertschätzende Begleitung lernen sie, auf ihre Bedürfnisse zu achten und zunehmend selbstständig damit umzugehen. Auch die Entwicklung von Körperhygiene spielt eine wichtige Rolle. Die Kinder erfahren, warum Hygiene wichtig ist, und werden schrittweise dazu angeleitet, alltägliche Hygienemaßnahmen wie Händewaschen oder den selbstständigen Umgang mit persönlichen Bedürfnissen umzusetzen. Dadurch werden Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und ein positives Körperbewusstsein gestärkt.

Pädagogische Ziele

Die pädagogische Haltung der Fachkraft im Funktionsbereich Springer ist geprägt von einer unterstützenden und wohlwollenden Grundhaltung gegenüber den Kindern. Die Fachkraft begegnet jedem Kind wertschätzend, respektvoll und mit Einfühlungsvermögen. Dabei steht die individuelle Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt, sodass es sich sicher, angenommen und in seinen Bedürfnissen wahrgenommen fühlt. Besonders in pflegerischen Situationen und persönlichen Anliegen der Kinder wird auf die Wahrung der Intimsphäre und einen achtsamen Umgang geachtet. Die Fachkraft handelt fürsorglich und schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich die Kinder geborgen fühlen können.

Ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist die sprachliche Begleitung des Handelns. Die Fachkraft erklärt den Kindern Abläufe, gibt Orientierung und unterstützt sie dabei, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken. Gleichzeitig spielt die nonverbale Begleitung eine bedeutende Rolle, beispielsweise durch eine ruhige Präsenz, Blickkontakt, Gestik und eine zugewandte Körperhaltung. Durch diese Kombination aus verbaler und nonverbaler Kommunikation erleben die Kinder Sicherheit, Unterstützung und Wertschätzung in ihrem Alltag. Gerade bei pflegerischen Tätigkeiten, wie dem Wickeln, wird die Selbstbestimmung und das Wohlbefinden des Kindes besonders berücksichtigt. Wenn ein Kind nicht von der zuständigen Fachkraft gewickelt werden möchte, wird diese Entscheidung ernst genommen und respektiert. In diesem Fall findet ein Austausch mit einer anderen vertrauten Fachkraft statt, damit das Kind die notwendige Unterstützung in einer für es angenehmen und sicheren Atmosphäre erhält. Dadurch werden die Bedürfnisse, Grenzen und die Intimsphäre des Kindes gewahrt und gleichzeitig eine vertrauensvolle Beziehungsgestaltung gefördert.

Pädagogische Haltung

Die Gestaltung des Funktionsbereichs Springer ist so ausgerichtet, dass die Kinder in ihren alltäglichen Bedürfnissen unterstützt werden und sich sicher sowie wohl fühlen können. Der Flurbereich verfügt über eigene Garderobenplätze mit gekennzeichneten Haken, die mit den Namen der Kinder versehen sind. Dadurch erhalten die Kinder Orientierung und werden in ihrer Selbstständigkeit beim An- und Ausziehen unterstützt. Für den Umgang mit wetterbedingter Kleidung steht eine Matschschleuse zur Verfügung. Diese ist mit eigenen Haken und Bildern gekennzeichnet, sodass die Kinder ihre persönlichen Plätze wiedererkennen und ihre Kleidung selbstständig zuordnen können.

Der angrenzende Badbereich ist kindgerecht gestaltet und berücksichtigt die Bedürfnisse der Kinder nach Privatsphäre. Die Toiletten sind in unterschiedlicher Höhe und durch Abtrennungen geschützt und verfügen über Verriegelungsmöglichkeiten, sodass die Kinder einen geschützten und ungestörten Raum für ihre Toilettengänge erhalten. Der Wickelbereich ist mit einem Vorhang ausgestattet, um die Intimsphäre des Kindes während der Pflege zu wahren. Die Gestaltung des Funktionsbereichs unterstützt somit die Selbstständigkeit der Kinder und schafft gleichzeitig eine sichere, wertschätzende und vertrauensvolle Umgebung.

Gestaltung des Funktionsbereiches

Die Bildungs- und Lernprozesse im Funktionsbereich Springer unterstützen die Kinder dabei, zunehmend selbstständig zu handeln und ein bewusstes Verhältnis zu sich und ihrem eigenen Körper zu entwickeln. Im Alltag werden die Kinder darin begleitet, eigene Fähigkeiten auszuprobieren, Verantwortung für sich zu übernehmen und alltägliche Abläufe wie das An- und Ausziehen, den Toilettengang oder die Körperpflege selbstständig umzusetzen.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Eigenwahrnehmung des Körpers. Die Kinder lernen, ihre eigenen Körpersignale wahrzunehmen und zu verstehen, beispielsweise zu erkennen, wann sie Hunger, Durst, Ruhe oder den Toilettengang benötigen. Durch eine einfühlsame Begleitung werden sie darin unterstützt, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, auszudrücken und angemessen umzusetzen.

Auch die Entwicklung von Körperhygiene ist ein wesentlicher Bildungsprozess. Die Kinder erfahren die Bedeutung von Hygiene und werden schrittweise dazu angeleitet, Verantwortung für die eigene Körperpflege zu übernehmen. Dabei werden sie in ihren individuellen Entwicklungsschritten begleitet und erhalten die notwendige Unterstützung, um Sicherheit und Selbstvertrauen im Umgang mit ihrem eigenen Körper zu entwickeln. Die Fachkraft schafft hierfür eine wertschätzende und vertrauensvolle Umgebung, in der die Kinder ihre Selbstständigkeit erweitern und ein positives Körperbewusstsein aufbauen können.

Bildungs- und Lernprozesse

Die Partizipation der Kinder im Funktionsbereich Springer zeigt sich insbesondere darin, dass die Kinder in alltägliche Abläufe und Entscheidungen einbezogen werden. Sie erhalten die Möglichkeit, bei allen sie betreffenden begleitenden Prozessen mitzuwirken und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Besonders im Bereich der Pflege, beispielsweise beim Wickeln, wird die Selbstbestimmung der Kinder berücksichtigt. Die Kinder dürfen mitentscheiden, von welcher vertrauten Fachkraft sie gewickelt werden möchten. Diese Entscheidung wird ernst genommen und respektiert, um die Intimsphäre, das Wohlbefinden und das Vertrauen des Kindes zu wahren. Durch die Beteiligung an diesen Situationen erleben die Kinder, dass ihre Meinung zählt und sie Einfluss auf ihren eigenen Alltag nehmen können.

Partizipation der Kinder

Die Zusammenarbeit mit den Familien im Funktionsbereich Springer ist geprägt von einem wertschätzenden und vertrauensvollen Austausch. Besonders bei der Begleitung der Kinder auf dem Weg zum Trockenwerden ist eine enge Zusammenarbeit mit den Familien und Bezugspersonen von großer Bedeutung. Die Fachkraft stimmt sich regelmäßig mit den Familien ab, tauscht Beobachtungen aus und berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse und den Entwicklungsstand des Kindes. Gemeinsam werden Vorgehensweisen besprochen, um das Kind einfühlsam und ohne Druck in diesem wichtigen Entwicklungsschritt zu begleiten. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Familie und pädagogischer Fachkraft erhält das Kind Sicherheit, Unterstützung und eine verlässliche Begleitung in seiner Selbstständigkeitsentwicklung.

Zusammenarbeit mit Familien

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